Wegwarte

 

 

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Gemeine Wegwarte (Bachblüte: Chicory)
Wissenschaftlicher Name: Cichorium intybus
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Gattung: Wegwarten (Cichorium)
Weiter Namen: Cichurien, Cikary, Feldwegwarte, Krebskraut, Ringelkraut, Sonnenkraut, Warzkraut, Zichorjen
Höhe: 30- 140 cm
Standort: trockener, tiefgründiger Lehmboden, Sonne, Höhenstufe auf 1500 m
Blütezeit: Juli bis Oktober
Vermehrung: Wurzelteilung
Sammelzeit: Blätter im Sommer, Wurzel im Herbst
Verwendete Teile: Blätter, Wurzeln, Blüten
Vorkommen: Mitteleuropa, Westasien und Nordwestafrika, Afrika, Nord- und Südamerika

Die angegebenen Anwendungen und Wirkungsweisen ersetzen auf keinen Fall einen Besuch beim Arzt und sollten nur unter fachmännischer Anleitung angewandt werden. Die Betreiber der Homepage übernehmen keinerlei Verantwortung bezüglich Wirkung und Nebenwirkungen.

Beschreibung:

Die Gewöhnliche Wegwarte ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Die Grundblätter und die unteren Stängelblätter sind schrotsägeförmig fiederschnittig, ihre Unterseite ist borstig behaart. Die oberen Stängelblätter haben eine länglich-lanzettliche Form. Die Blütenköpfchen bestehen nur aus Zungenblüten. Sie sind himmelblau, manchmal auch weiß. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem durch Bienen und Schwebfliegen. Die auffälligen Blütenstände sind nur vormittags geöffnet. Sind sie geschlossen, hebt sich die Pflanze kaum noch gegen ihre Umgebung ab.

Nutzung

MagieVor allem aus dem ausgehenden Mittelalter sind viele Rituale bekannt, besonders häufig kam die Wegwarte im Liebeszauber zum Einsatz. Sie soll den Träger im Kampf unbesiegbar und allgemein unverwundbar machen. Eine Wegwarte unter dem Kopfkissen soll einer jungen Frau im Traum ihren zukünftigen Ehemann zeigen. Wird die Pflanze an einem bestimmten Tag ausgegraben, dann kann man jede Person betören, die man damit berührt. Durch bestimmte Rituale wird man beliebter und erreicht leichter was man möchte. Die Wegwarte schützt vor Gefahren, lässt Türen und Schlösser aufspringen und heilt Wunden. Eine Wurzel zeigt  uns im Traum den Dieb der uns bestohlen hat. Mit der Wegwarte kann man Augenkrankheiten, Impotenz und Unfruchtbarkeit heilen. 

Heilpflanze: 

Diese Pflanzenart wird seit spätestens dem Mittelalter zur Arzneimittelherstellung genutzt.Paracelsus empfiehlt sie bereits als schweißtreibend, Kneipp bei Magen-, Darm- und Lebererkrankungen. 

Inhaltsstoffe: Aesculetin, Aesculin, Bitterstoffe, Cichoriin, Gerbstoffe, Inulin, Kalium, Mineralstoff, Scopoletin, Umbelliferon, Vitamine, Zucker
Wirkungsweise: abführend, appetitanregend, blutstillend, harntreibend, verdauungsfördernd

Einsatz bei:

  • abführende Wirkungen
  • Bauchspeicheldrüse
  • Einschleuser für Kalium
  • Galle
  • Gegen Appetitlosigkeit und bei dyspeptischen Beschwerden ist die Wegwarte in Deutschland als Arzneimittel zugelassen
  • Gelöste Stimmung, gute Laune
  • Kräftigung und Anregung
  • Krebsabwehrend
  • Leber
  • Milz
  • Nieren und Leber anregen: Wegwarte und Löwenzahn
  • Reinigung bei Hautkrankheiten und Ekzemen
  • sedativ, psychorelaxierend und streßeffekt-reduzierend
  • Stimulierung der Sekretion von Verdauungssäften
  • Stoffwechsel
  • Stoffwechselstörungen die Blähungen oder Kopfschmerzen hervorrufen
  • reget den Stoffwechsel an was gegen Kopfschmerzen, Hautprobleme, Blähungen und Darmträgheit wirken kann. 

Wurzelzichorie der von der Lebensmittelindustrie vermehrt für sogenanntes Functional Food eingesetzte, präbiotische Ballaststoff Inulin gewonnen wird.

Bachblüten – Die Beziehungsblüte

Hauptthema: sich für andere einsetzen, um diese an sich zu binden.
Im Grunde wünscht sich der Chicory-Charakter eine intensive Gefühlsbeziehung, hat Freude am Helfen und schöpft daraus seine Kraft.
Bei harmonischer Entwicklung entsteht daraus ein warmherziger, lebensvoller Mensch, dem es ein Bedürfnis ist, anderen zu helfen. Dadurch kann er einerseits seine große Kraft sinnvoll umsetzen und andererseits seinen hohen Bedarf nach Liebe und intensiven Gefühlsbeziehungen decken. kurz: er liebt und wird geliebt.
Unter ungünstigen Umständen dagegen beachtet er die feine Grenze nicht, an der Zuwendung und Hilfe ihre Unschuld verlieren und bezweckt oder verpflichtend werden. Dann kümmert er sich zwar rührend um seine Lieben, bringt ihnen Zuneigung, Hilfe oder Aufopferung entgegen, erwartet dafür aber, dass sie ihm genauso entgegenkommen, dankbar sind, ihm immer zur Verfügung stehen und im Grunde auf ein eigenes Leben verzichten.
Das wesentliche Element in der Anlage des Chicory-Mensehen ist ein starkes Bedürfnis nach Liebe, das heißt: nach einer glücklich machenden Verbundenheit mit einem Lebewesen (oder auch einem Ding).
Chicory ist das Mittel für echte Liebe. Es hilft die menschlichen Beziehungen sanieren. Es ist ein wichtiges Partnermittel und wird haufig bei neurotischer Eltern-Kind – Bindung benötigt.

Einsatzgebiet:

  • behindern Kinder in Entwicklung durch Klammern (nicht loslassen können)
  • beleidigt
  • Bemuttern
  • bezweckter Selbst-Aufopferung
  • Egoismus
  • Eifersucht
  • engen Personen stark ein
  • ihr Standpunkt ist der einzig richtige (für das Wohl der anderen)
  • Klammern
  • Selbstmitleid
  • Ziel durch einreden von Schuldgefühlen zu erreichen

 

Quelle:
“Die Kräuter in meinem Garten” von Siegrid Hirsch und Felix Grünberger
https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Wegwarte

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