Rosskastanie

 

 

Zum Anhören:

Gewöhnliche Rosskastanie (Bachblüte White Chestnut)

Wissenschaftlicher Name: Aesculus hippocastanum
Weiter Namen: Sauerkeste, Wilde Kastanie, Gichtbaum, Kestebaum, Pferdekastanie
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Gattung: Rosskastanien (Aesculus)
Vorkommen: Balkan, Griechenland, Albanien, Bulgarien
Höhe: bis 30m
Alter bis 300 Jahre
Standort: jeder Boden, Sonne (natürlichen Areal wächst sie in Höhenlagen zwischen 900 und 1300m Seehöhe, vor allem an schattigen und halbschattigen, frischen bis feuchten Standorten
Blütezeit: Mai, Juni
Sammelzeit: Blüte im Mai bis Juni, Rinde März bis April, Früchte im Herbst
Verwendete Teile: Blüte, Blätter, Früchte

Die angegebenen Anwendungen und Wirkungsweisen ersetzen auf keinen Fall einen Besuch beim Arzt und sollten nur unter fachmännischer Anleitung angewandt werden. Die Betreiber der Homepage übernehmen keinerlei Verantwortung bezüglich Wirkung und Nebenwirkungen.

Beschreibung
Viele Blütenrispen bilden die im Volksmund bezeichneten „Kerzen“. Die weißen Blüten haben solange sie befruchtungsfähig sind einen gelben Fleck. Nur in dieser Phase wird der zuckerreiche Nektar produziert. Nach der Bestäubung verfärbt sich dieser Fleck rot.
Die Rosskastanie gelangte mit den Osmanen, die sie als Pferdefutter nutzten, nach Mitteleuropa. Ersten Berichten zufolge kam die Pflanze 1576 nach Wien. Carolus Clusius hatte sie nicht nur angepflanzt sondern ihre Samen versandt wodurch sie in ganz Europa heimisch wurde. Es ist durchaus möglich, dass alle in Europa angepflanzten Kulturbäume der Gewöhnlichen Rosskastanien von Samen stammen die 1576 nach Wien mitgebrachten wurden.

Nutzung

Die Gewöhnliche Rosskastanie wird vielfach genutzt auch wenn sie keine direkte wirtschaftliche Bedeutung hat. Sie ist ein beliebter Baum in Erholungsanlagen und als Schattenspender etwa in Gastgärten und als Zierbaum. Ihr Holz wird in der Möbelerzeugung, für Schnitzereien oder als Verpackungsmaterial verwendet.

Chemie:Aus den Samen werden Kosmetika, Farben und Schäume hergestellt. In den beiden Weltkriegen wurden aus den Kastanien Aceton, für die Herstellung von Sprengstoff, gewonnen. 

Färben von Wolle:
Schalen: braune Farbe
Die Blätter – Anfang Mai gepflückt : rostbeigen Ton. Pflückt man die Blätter im August, erhält man einen honiggelben Farbton.
Die Rinde: bräunlichen Gelb

Magie:Weise Voraussicht.
Amulette die aus eine ungeraden Anzahl von Kastanien hergestellt werden, sollen gegen Rheuma, Gicht und Schwindel helfen.
Wenn man Kastanien in der Tasche einsteckt, wird man wenn man stürzt keinen Schaden nehmen.  

Medizin

Inhaltsstoffe: Aescin, Ansulin, Bitterstoffe, Cumarin, fette Öle, Flavonide, Gerbstoff, Glukoside, Harz, Magnesium, Saponine, Stärke
Eigenschaften: blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, hustenstillend, schmerzstillend, venenwirksam

Einsatzgebiete: 

  • Bandscheiben
  • Blutgefäße, insbesondere Venen stärken 
  • Blutreinigung, 
  • Couperose
  • Darmkatarrh
  • Durchblutung, 
  • Durchfall 
  • entwässernd für Gewebe
  • Erkältung
  • Frostbeulen 
  • Fußschweiß
  • Galle- Milz
  • Gebärmutter-Blutungen, 
  • Geschädigte, raue Hände durch zu viel Arbeit
  • geschwollene Beine oder Arme verwendet werden
  • Gicht
  • Hämorrhoiden
  • Haut widerstandsfähiger gegen Sonne, 
  • Haut- Haarproblem: Schuppen, Flechten
  • Katarrh der Atemwege
  • Keuchhusten 
  • Krampfadern
  • lindert Gelenks-/Gliederschmerzen
  • Magen- Darmschleimhaut
  • Magen- und Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)
  • Magenkrämpfe
  • Magnesiumeinschleußer
  • Müde geschwollene Füße
  • Nasenpolypen zusammen ziehen
  • Neuralgie 
  • Ohnmacht
  • Phlebitis (Venenentzündung)
  • Rheuma
  • Schmerzen in Gelenken/Rheuma 
  • Sonnenschutz (Salz aus der Rinde/Blüte)
  • Stillende Frauen: verhärtete Brust
  • Strahlungsabwehr
  • Taubheitsgefühl aus Gliedmaßen
  • Thrombose
  • Ulcus cruris (Geschwürbildung an den Beinen)
  • Unterleibsblutungen
  • Uterusblutungen
  • Venenentzündung
  • Venenschemerzen
  • Venenstärkend: Krampfadern, Bindegewebsschwäche
  • Verdauungsstörung
  • vitalisierend
  • zu starke Monatsblutung 

Hustende Pferde

Bachblüten: Die Gedankenblüte

Hauptthema: Ungewollte Gedanken, Selbstgespräche
Für Menschen, die von bestimmten, meist unangenehmen Gedanken oder Vorstellungen tyrannisiert werden.
Vom Typ her ist der White Chestnut Mensch introvertiert, sehr empfindlich und mit einer großen, wachen und intensiven Denkfähigkeit ausgestattet.
Bei harmonischer Entwicklung entsteht daraus jemand der einen regen Geist und eine starke Vorstellungskraft zur Verfügung hat.
Unter ungünstigen Umständen kann die Fähigkeit des Nachdenkens so entarten, dass sich Gedanken der jeglicher Kontrolle entziehen und zu Zwangsdenken werden. (Bei starker emotionaler Erschütterung kann dies übrigens jedem passieren.)
White Chestnut ist das Mittel für klares Denken. Es befreit den Kopf von quälenden Vorstellungen, hilft gedankliche Teufelskreise zu durchbrechen, Zwangsgedanken zu entschärfen oder auch heilsame Verdrängungen vorzunehmen.

Einsatzbereich:

  • fixen Ideen
  • Gedankenkarussell
  • geistiger Übererregung
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen durch geistige Überbeanspruchung
  • Schlafstörungen u. Nicht-abschalten-können
  • zwanghaftem Denken

Kinder:

  • quält das ständige Denken über eine einige Sache
  • → kann sich schwer auf ein Thema konzentriern

Gewöhnliche Rosskastanie (Bachblüte: Red Chesnut )

Zum Anhören:

 

Bachblüten: – Die Abnabelungsblüte

Schlüsselbegriffe: Angst oder übermäßige Sorge um andere
Red Chestnut ist das Mittel gegen Kummer und selbstlose Sorgen. Es baut die Gewohnheit ab, sich Sorgen um andere zu machen, indem es Zuversicht und einen gesunden Egoismus stärkt.

  • besorgt um das Wohl anderer
  • denken dabei nicht an sich selbst 
  • fällt schwer geliebte Menschen vertrauensvoll ihren  Weg gehen zu lassen
  • ermahnen Kind oft, vorsichtig zu sein
  • zu starkes Mitleid
  • Kummer

Kinder:

  • lebt in großer Angst und Sorge um Familie
  • hält eine kurze Trennung vor allem von Mutter nicht aus (gilt auch für andere Bezugspersonen und Haustiere)

Bachblüte: Chestnut Bud

Zum Anhören:

 

Hauptthema: Wer schlecht lernt (nicht nur Wissen) oder immer wieder die gleichen Fehler machen. Die Anlage besteht in einer starken Konzentrations- und Begeisterungsfähigkeit.

Bei harmonischer Entwicklung entsteht jemand daraus der sich mit seinen Erlebnissen und Erfahrungen bewusst und gründlich auseinandersetzt um daraus sinnvolles für die Zukunft zu lernen.
Unter ungünstigen Umständen kann die Fähigkeit, sich auf ein spezielles Gebiet zu konzentrieren, so ausarten, dass er das Interesse an den anderen Lebensbereichen verliert. Er wird nicht “aus Schaden klug”, sondern macht immer wieder die gleichen Fehler oder gerät immer wieder in die gleichen unerfreulichen Situationen. Ähnlich ergeht es oft Schülern mit speziellen Begabungen: in ihrem “Hobby” sind sie genial, im übrigen versagen sie. Es fällt ihm schwer, sich mit etwas zu beschäftigen, wozu er keine spezielle Beziehung hat. Daher ist seine Lernschwäche auch nicht grundsätzlich krankhaft, sondern nur ein übertriebenes Persönlichkeitsmerkmal.
Chestnut Bud ist das Mittel für geistige Reife und Erfahrung. Es verbessert die Lernfähigkeit, und zwar nicht nur in Bezug auf sachbezogenes Wissen. sondern auch in allgemeiner Hinsicht. Es hilft, Erfahrungen zu sammeln und besser mit dem Leben zurechtzukommen. 

Einsatz: 

  • fällt schwer länger zu konzentrieren → zerstreut und desinteressiert
  • geringe Entwicklung, unbeholfen kommt nicht vorwärts
  • Lern-Aufnahmefähgkeit ist blockiert → kann nicht lernen oder sich etwas merken
  • lernt sehr langsam aus Fehlern und Erfahrungen
  • lieber neue Projekte als vergangen aufzuarbeiten: nich genügend durchleuchtet und reflektiert
  • Unaufmerksamkeit

Kinder

  • aus Fehlern nicht lernbereit → gleiche Probleme wiederholen sich 
  • Entwicklung zurückgeblieben
  • Getrieben → fällt oft hin 
  • Lernschwierigkeiten → nur gut auf Gebieten die sie interessieren, andere versagen sie gänzlich
  • Unkonzentriertheit → Flüchtigkeitsfehler
  • verliert bzw. vergisst oft Dinge

Quelle:
“Die Kräuter in meinem Garten” von Siegrid Hirsch und Felix Grünberger
https://de.wikipedia.org/wiki/Gewöhnliche_Rosskastanie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.