Gaia

Götter der Griechen

In der griechischen Mythologie stellt Gaia die Erde, die Urmutter dar. Sie entsteht aus dem Chaos und ist eine der ersten Gottheiten. 

Eltern der Gaia: Aither und Hemera
Geschwister: Tartaros, Erebos und Nyx

Bedeutung

Gaias Bedeutung in der griechischen Mythologie begründet sich hauptsächlich in der Vorstellung der Griechen über die Erde. Zu diese Vorstellung passt, dass Gaia als Muttergottheit alles Lebende hervorbringt und als Todesgöttin, die Menschen nach deren Tod in ihren Schoß aufnimmt. Sie spielt aber auch als Rachegottheit und Orakelgöttin eine Rolle. 

Von Gaia, als die Urgöttin, stammen die Beherrscher der Welt ab. Aus den Titanen gehen im Endeffekt die Olympischen Götter hervor und deren Herausforderer die Giganten und Typhon, stammen ebenfalls von Gaia ab. Dazu ist sie die Mutter des Himmels Uranos und des Meeres Pontos und somit der Ursprung eines großen Teils der griechischen Götterwelt.

Als Todesgöttin zeigt sich ihre Bedeutung in Fruchtopfern nach Begräbnissen, in Reliefs auf Sarkophagen oder Beigaben in Gräbern. Als rächende Gottheit tritt sie in Erscheinung, wenn Eide auf ihren Namen abgelegt werden. Dies geschah logischerweise nur bei Göttern, von denen im Fall der Fälle auch Rache zu erwarten war. 

Als wahrsagende Gottheit erscheint Gaia bereits als sie dem Kronos sein Schicksal voraussagt. Sie galt als ursprüngliche Inhaberin der meisten Orakel, so auch dem in Delphi, da nur die Dämpfe, die aus der Erde aufstiegen die Priesterinnen zu ihren Orakelsprüchen befähigten. 

Da sie vor allem in ihrer Bedeutung als Muttergöttin verehrt wurde, bestanden die ihr dargebrachten Opfer in der Regel aus Getreide, Früchten oder Honig und vereinzelt aus Tieropfern.

Nachkommen:

Mit Uranos zeugt sie: 

  • Die Titanen: Okeanos, Koios, Kreios, Iapetos, Hyperion, Theia, >>Rhea<<, Mnemosyne, Themis, Phoibe, Tethys, Prometheus, Kronos, Zephir, Palaichthon, Themis, Hyperion, Dione, Atlas und Polos
  • die einäugigen Kyklopen Brontes, Steropes und Arges
  • hundertarmige Hekatoncheiren: Briareos, Gyges und Kottos

Da Uranus seine Kinder hasst, hält er sie in Gaia (in der Erde) versteckt. Gaia formt eine Sichel und fordert ihre Kinder auf sich gegen den Vater aufzulehnen. Der Titan Kronos folgt ihr und entmannt Uranos. Das aus der Wunde des Uranos fließende Blut befruchtet Gaia und es entstehen:

  • Uranos, Ourea und Pontes, 
  • die Erinnyen (Gyes, Dolor, Dolus, Ira, Luctus, Mendacium, Justiurandum, Ultio, Intermperantia, Altercatio, Oblivio, Socordia, Timor, Superbia, Incestum, Pugna, Tisiphone, Megaira und Alekto) 
  • die melischen Nymphen

Weitere Nachfahren: 

  • mit Pontos: Nereus, Keto, Phorkys, Thaumas, Eurybia
  • mit >>Poseidon<<: den Laistrygon, Skorpios, Antaios
  • mit Epaphos: menschliche Völker: Hemikunoi, Libyes, Aithiopes, Katoudaioi, Pygmaioi, Melanokhrotoi, Skythes, Laistrygones, Hyperboreoi
  • mit Hydros (aus dem sie selbst hervorging): Kronos und Ananke
  • mit Hephaistos: Erichthonios
  • mit Okeanos: den Triptolemos, 
  • mit Aither: Tartaros
  • mit Tartaros:  Echidna, Typhoeos 
    • die Giganten: Enkelados, Koios, Astraios, Peloros, Pallas, Emphytos, Rhoikos, Agrios, Ephialtes, Eurytos, Theomises, Theodamas, Otos, Typhon, Polybotes, Alpus und Damasen, 
  • Aus sich selbst bringt sie Argos (Riese) hervor
  • von einem Regenguss befruchtet die Korybanten
  • von einem Ochsenfell befruchtet, das mit dem Urin von Zeus, Poseidon und Hermes vollgesogen: den Orion 
  • Mit Zeus zeugt sie die Zyprischen Kentauren
  • Drachen: Cholkykos, Nemeios
  • Anax
  • Hyllos
  • Areion
  • Kekrops
  • Sykeus
  • Silenos
  • die Daktylen
  • Phaiaken
  • der Ätna
  • Aristaios
  • die Kabiren
  • Dysaules
  • Pelasgos
  • Alalkomeneos
  • Jarbas
  • den Ophiotaurus
  • Enkelados
  • Koios
  • Pheme
  • den Python
  • Tityos

>>Zeus<<, >>Rhea<<, >>Eros<<, >>Aphrodite<<, >>Hermaphroditos<<, >>Poseidon<<